Musikreise 2010

Donnerstag, 05. August 2010 :Musikreise Verona 2010 Operntexte
Fahrt von Tübingen durch die Schweiz in den Raum Gardasee,
Abendessen vor Ort,
Weiterfahrt nach Verona, Unterbringung, Hotel in Verona.

Freitag, 06. August 2010 :
Stadtführung Verona, Mittagessen, Freizeit, Fahrt zur Arena,
Oper "Madame Butterfly"

Samstag, 07. August 2010 :
Stadtführung Vicenza, Mittagessen, Freizeit, Fahrt zur Arena,
Oper: "Il Trovatore"

Sonntag, 08. August 2010 :
Rückreise von Verona nach Tübingen


Nummerierte Sitzplätze:
Gegen einen Aufpreis können Sie auf nummerierte Sitzplätze verschiedener Kategorien wechseln.

Haben Sie Interesse? Wir beraten Sie gerne!

 

 

Madame Butterfly  von Giacomo Puccini

Giacomo Puccini swPuccini greift mit Madama Butterfly erstmals auf einen exotischen Stoff zurück. Der Grund hierfür liegt in einem Dilemma, das sich um die Jahrhundertwende verschärfte. Das Traditionsbewusste italienische Publikum setze kompositorischen Experimenten enge Grenzen, andererseits musste Puccini darauf achten, dass er nicht hinter europäischen Standard zurück fiel.
Im Gewand eines exotischen Motives sah er die Möglichkeit, musikalische Neuerungen einzuführen und setzt hierbei eine überaus breite musikalische Palette ein. Mit Originalmelodien wie der japanischen Nationalhymne, mit Melodienfolgen, welche den japanischen Stil durch Glocken, Gongs und Glockenspiele aufnehmen, gelingt ihm eine exotische Ausstrahlung in diesem Werk. Des öfteren entsteht ein zartes ätherisches Klangbild dadurch, dass er die japanischen Melodien nach westlichem Vorbild komponiert und hierbei Klaviaturglockenspiel Flöten und Harfen einsetzt. Dieses zarte Klangbild fängt die exotische Atmosphäre wie auch Butterflys selige Verzückungen ein. Wuchtige Szenen, untermauert von Posaunen und Hörnern, begleiten die Liebesbekun-dungen von Butterfly gegenüber ihrem Bräutigam. Das "Dolchmotiv" begleitet die Oper über weite Strecken, wird aber je nach Situation starken Wandlungen unterworfen. Zunächst ist es auf den erzwungenen Selbstmord des Vaters bezogen, wechselt dann später auf Butterfly über und steht in der Folge als Siegel für das ihr erwachsende Schicksal. Erst im nachhinein erschließt sich die volle Bedeutung des Motivs, dass es nämlich den unerbittlichen Ehrenkodex jener anfangs so harmlos anmutenden exotischen Welt symbolisiert.

Il Trovatore  von Giuseppe Verdi

Giuseppe Verdi swIl Trovatore ist einer der am meisten getadelten Stoffe Verdis. Keiner anderen seiner bedeutenden Arbeiten ist so lange die Anerkennung der Fachleute versagt geblieben wie diesem ausgesprochenen Publikumslieb-ling, der bis heute zu den meistgespielten Opern des Repertoires zählt. Beginnend mit der berühmten Polemik des Nabucco-Lebrettisten Temistocle Solera, der Verdi eine "schwache Frau" schalt und den während der Arbeit verstorbene Textdichter Salvatore Cammarano nachträglich "lebenslänglich auf die Galeeren" verbannen wollte, bemängelten bislang fast alle Kommenta-toren einmütig stets nur das Libretto des Troubadours.
Immer wieder wurde die Frage gestellt, warum Verdi gerade an dieses vermeintlich schwache Sujet eine derartige Fülle eindringlichster musikalischer Gedanken "verschwenden" musste.
Zweifellos hat hier Verdi ein typisch romantisches Schauerdrama vertont, das uns einen reichlich verzerrten, bürgerlich verklärten Rückblick auf das "finstere" Mittelalter gewährt. Und dennoch eignete sich dieser verwickelte und bizarre Stoff besonders für Verdis eigene szenische Opernkonzeption, in der es primär um szenische Wirkung und szenische Vielfalt und weniger um eine klare Logik der Handlungsführung geht. Wie kaum ein anderes Sujet, das Verdi musikalisch bearbeitete, bietet gerade der Troubadour ein Höchstmaß an szenischer Effizienz, da er ununterbrochen immer neue Anlässe stiftet für leidenschaftliche Gefühlsentladungen.

Ungeachtet aller Kritik steht diese Oper heute mehr den je in der Gunst des Publikums und zählt zum festen Bestandteil des Spielplans von Verona.

Reiseleistungen:

Fahrt im modernen Reisebus Tübingen - Verona - Tübingen

Unterbringung im 4* Hotel in Verona, Frühstücksbuffet

Kulinarisches Abendessen am Anreisetag im Raum Gardasee

Stadtführung in Verona, Kulinarisches Mittagessen, 2.Tag

Eintrittskarte im Rang: "gradinata" für die Oper "Madame Butterfly"

Sitzkissen für die Arena

Stadtführung in Vicenza, Kulinarisches Mittagessen, 3.Tag

Eintrittskarte im Rang:"gradinata" für die Oper "Il Trovatore"

Ausführliches Programmheft

Stadtplan von Verona und Vicenza

Reiseleitung mit ausführlichen Informationen während der Reise.

 

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